/Rechte eines Schülers

Rechte eines Schülers

Als Schüler haben wir uns an zahlreiche Pflichten, Auflagen und Bestimmungen zu halten. Doch auch Lehrer müssen Gesetze einhalten, von denen sie meistens überhaupt nichts wissen – oder wissen wollen. Oft bleibt es an den Schülern sich für ihre Rechte einzusetzen. Damit ihr wisst, was ihr euch nicht Gefallen lassen müsst, sind hier für euch die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Hausaufgabenüberprüfungen[1]http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/sbz/page/bsrlpprod.psml;jsessionid=F7E025E43FACD23B0D81293857C0934D.jp29?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=3&numberofresults=4&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-SchulORP2009rahmen&doc.part=X#jlr-SchulORP2009pP51
Besonders bei HÜs werden Gesetze gerne mal übersehen, wodurch Schüler oft benachteiligt werden. Eines dieser Kriterien ist der Inhalt des Tests, es dürfen maximal die Hausaufgaben der letzten beiden Unterrichtsstunden abgefragt werden. Auch die Dauer einer Hausaufgabenüberprüfung wurde vom Gesetzgeber festgelegt. Sie beträgt bis zu 15 Minuten, in der gymnasialen Oberstufe bis zu 30 Minuten.

Schriftliche Überprüfungen (aka 10h-Tests)[2]http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/sbz/page/bsrlpprod.psml;jsessionid=F7E025E43FACD23B0D81293857C0934D.jp29?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=3&numberofresults=4&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-SchulORP2009rahmen&doc.part=X#jlr-SchulORP2009pP52

Auch bei 10h-Test sind genauere Vorgaben bezüglich des Inhalts und der Länge einzuhalten. Sie dürfen nur in Fächern geschrieben werden, in denen keine Klassen- oder Kursarbeiten gefordert werden, beziehen sich inhaltlich – wie der Name bereits verrät – auf die letzten zehn Unterrichtsstunden und dürfen bis zu 30 Minuten lang sein.
Sie müssen mindestens eine Woche vorher angekündigt werden und dürfen nicht in den letzten vier Wochen vor der Zeugniskonferenz geschrieben werden. Es gilt ein Limit von drei Arbeiten und oder 10h-Tests in 6 aufeinanderfolgenden Kalendertagen.

Klassen-/Kursarbeiten[3]http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/sbz/page/bsrlpprod.psml;jsessionid=F7E025E43FACD23B0D81293857C0934D.jp29?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=3&numberofresults=4&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-SchulORP2009rahmen&doc.part=X#jlr-SchulORP2009pP52
Am Anfang eines jeden Schulhalbjahres müssen die voraussichtlichen Zeiträume der Klassen- oder Kursarbeiten bekanntgegeben werden, der genaue Termin ist mindestens eine Woche vor Prüfungsbeginn mitzuteilen. Zwischen Rückgabe einer benoteten Arbeit und der nächsten Klassen- oder Kursarbeit müssen zudem 2 Wochen liegen, um den Schülern die Möglichkeit der Leistungsverbesserung zu gewähren. Einen vorgeschriebenen Rückgabezeitraum gibt es leider nicht und auch bei Klassen- und Kursarbeiten gilt das oben angesprochene Limit von maximal drei Arbeiten und oder 10h-Tests innerhalb von 6 aufeinanderfolgender Kalendertagen.

Zettel & Noten vorlesen[4]https://www.focus.de/familie/schule/recht/wie-weit-duerfen-lehrer-gehen-schulrecht_id_1731770.html[5]https://youtu.be/5OFn1dk131w?t=4m44s
Zettel, die Schüler im Unterricht herumreichen, dürfen weder vom Lehrer selbst noch laut von diesem vorgelesen werden. Die Zettel fallen unter das Persönlichkeitsrecht und in einigen Fällen auch unter das Briefgeheimnis. Auch das Vorlesen von Noten ist eine Persönlichkeitsrechtsverletzung.

Toilettengang[6]https://youtu.be/5OFn1dk131w?t=9m12s
Die Toilette darf zu jedem Zeitpunkt benutzt werden, nicht nur in der Pause. Ein solcher Fall stand bereits vor Gericht, als sich eine Schülerin aufgrund des illegalen Verbots einnässte. Der Lehrer wurde daraufhin wegen Körperverletzung, Misshandlung Schutzbefohlener, Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, Nötigung und Beleidigung verklagt.

Abschließend lässt sich sagen, dass viele Punkte eigentlich fest geregelt sind, auch wenn es in der Praxis nicht immer so wirkt. Daher ist es wichtig, bei Klassen- oder Kurssprecherwahlen darauf zu achten, dass die entsprechende Person auch bereit ist für die Rechte der Mitschüler einzustehen.

Quellen   [ + ]