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YouTube Uploadfilter

Worum geht es?

Im September 2016 hatte die EU-Komission einen Vorschlag für eine Reform der EU-Richtlinien zum Urheberrecht veröffentlicht. Am 25. Mai wurde ein zweiter Entwurf durch den EU-Ministerrat erstellt und ein dritter vom Verhandlungsführer Axel Voss der CDU, über welchen heute im Rechtsausschuss abgestimmt wurde. Der Rechtsausschuss stimmte mit einer knappen Mehrheit für den Entwurf. Nun haben die Abgeordneten die Möglichkeit diesen anzunehmen oder abzulehnen.

In Zukunft müssen nach diesem Entwurf Online-Plattformen wie YouTube oder Facebook beim Hochladen der Nutzervideos den Inhalt noch stärker kontrollieren und filtern.

Kritikpunkte

Die Reform stellt in einigen Punkten einen Einschnitt in bestehende Rechte der Bürger dar. So wird auch die Meinungsfreiheit durch die wahrscheinlich kommenden Änderungen eingeschränkt, denn das Nutzen des Zitatrechts wird maßgeblich erschwert. Die Software kann also nicht unterscheiden, ob ein Nutzer die Lizenz für die Nutzung besitzt oder nicht, so dass Videos gesperrt werden, die eigentlich urheberrechtskonform sind. Insgesamt dürften deutlich mehr Inhalte gesperrt werden als nötig, um YouTube vor möglichen Abmahnungen zu schützen. Auch Memes und viral gegangene Videos sowie Remixes von diesen dürften unter der neuen Regelung leiden.

Besonders stark betroffen sind vor allem kleinere Plattformanbieter, die schlichtweg nicht die nötigen technischen geschweige denn die finanziellen Mittel für solch eine Umsetzung haben.

Was kann ich dagegen tun?

Der Entwurf wird nun den Abgeordneten des EU-Parlaments vorgelegt, welche daraufhin für oder gegen die Einführung der neuen Rechtslage stimmen können. Dies ist die letzte Möglichkeit einzugreifen. Entsprechend drücken viele Bürger ihren Unmut aus und versuchen das Kommende abzuwenden. So hat zum Beispiel eine Petition auf change.org bereits über 270.000 Stimmen gesammelt und auch bekannte YouTuber machen durch informative Videos auf die Geschehnisse aufmerksam.