/Wie YouTube den Musikstreaming-Markt dominiert

Wie YouTube den Musikstreaming-Markt dominiert

YouTube ist Marktführer. Fast die Hälfte des gestreamten Musikkonsums geht auf die Plattform zurück.

Musik ist überall. Durchschnittlich hören wir 2 ½ Stunden Musik am Tag. Der Anteil an gestreamter Musik hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dabei ist YouTube ganz vorne dabei, 47 Prozent der Gesamtzeit bei der gestreamten Musik entfallen auf die Google-Tochter. Zu diesem Ergebnis kommt der Music Consumer Insight Report 2018.

YouTube macht fast 50 Prozent des gestreamten Musikkonsums aus.
Screenshot: Music Consumer Insight Report 2018

Insgesamt hören nur 28 Prozent der Nutzer ihr Musik über einen Bezahlstreamingservices wie zum Beispiel Spotify. Auf kostenlose Streaming-Services entfallen 20 Prozent. Auffällig dabei ist, dass circa 57 Prozent der Nutzer zwischen 16 und 24 Jahren einen Bezahldienst nutzen.
Auf die Frage, warum man keinen Bezahl-Streaming-Service nutze, antworteten 35 Prozent der User gegenüber dem Music Consumer Insight Report, dass ein Hauptgrund sei, dass man die ganze Musik auch gratis auf YouTube hören könne.

Spotify macht zwanzigfachen Umsatz

Im Mai dieses Jahres stellte YouTube seine Alternative zu Spotify YouTube Music vor. Allerdings sieht es so aus, als hätte YouTube mit seinem Bezahlstreamingservice noch nicht ganz Fuß fassen können. Derzeit macht Spotify einen geschätzten jährlichen Umsatz pro User von ca. 20 Dollar. YouTube hingegen macht derzeit pro User einen Umsatz von weniger als einem Doller. Da YouTubes Einnahmen derzeit noch großteils aus Werbung bestehen und YouTube-Music und YouTube-Premium noch relativ neu sind, dürfte sich der Umsatz von YouTube in den nächsten Jahren allerdings erhöhen.

Fast jeder dritte lädt illegal Musik herunter
Fast jeder Dritte hat schon Musik illegal heruntergeladen.
Screenshot: Music Consumer Insight Report 2018

Auch “Stream-Ripping” (das illegale Herunterladen von Videos oder Tonspuren, Anm. d. Redaktion) wurde in diesem Report behandelt. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass fast jeder Dritte (ca. 32 Prozent) illegal Musik heruntergeladen hat. 23 Prozent der Nutzer laden Musik über Cyberlocker (Dateispeicher und Datenfragedienst von einem Drittanbieter, ähnlich wie Dropbox, Anm. d. Redaktion) oder über P2P-Netze (Rechennetze mit gleichberechtigten Rechnern, welche die Daten des jeweils anderen nutzen können) herunter. Dabei benutzen rund 17 Prozent der Nutzer eine Suchmaschine, um die “illegalen Inhalte” zu finden.

 

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