Demos gegen Artikel 13 am 5. März | Wir waren da

Nachdem bekannt wurde, dass die Europäische Volkspartei die Abstimmung rund um Artikel 13 vor die europaweiten Demonstrationen legen wollte, wurden spontane Eildemonstratonen organisiert. (Mehr dazu in unserem anderen Artikel zur Vorverlegung.)

Die Demonstrationen fanden in Berlin, Köln, Frankfurt, München, Stuttgart, Hannover und Magdeburg statt. Wir waren in Köln anwesend.

Die Bots versammeln sich

Köln, 18 Uhr am Breslauer Platz. Vor dem Gebäude des Hauptbahnhofs ragen die ersten Schilder in den Himmel. Auf ihnen befinden sich Memes, Protestaufrufe und Kritik an der CDU.
Die Menschenmasse nimmt langsam aber stetig zu und Passanten in der Nähe werden aufmerksam. Die Masse ist bunt gemischt und auch alle Altersgruppen sind vertreten.

Die erste viertel Stunde geschieht nicht viel, doch kurz darauf setzt sich die Gruppe in Bewegung. Die Demonstranten versammeln sich nahe einem Backwerk Geschäft, das Strom für Mikrofone, Lautsprecher und Mischpult bereit stellt. Mehrere bekannte Persönlichkeiten sind anwesend. Darunter diverse YouTuber wie HerrNewstime, iBlali, Lennyficate und viele weitere. Hier zeigt sich: Auch Künstler wehren sich gegen Artikel 13, obwohl Artikel 13 ebendiese begünstigen sollte.

Viel zu sagen

Kurz darauf begannen diverse Reden. Begonnen bei den Veranstaltern. Trotz der sehr spontanen Bekanntgabe konnten tausende Menschen erreicht werden. Auch in den Demos zuvor hatte sich gezeigt, dass etliche Menschen bereit sind, für ihre Freiheit im Internet auf die Straße zu gehen. Nun wurde noch einmal alles Rekapituliert. Was Artikel 13 eigentlich ist, wer von ihm betroffen ist und was bisher alles geschehen ist. Dabei wurde mehrfach auf die CDU aufmerksam gemacht und mehrfach ertönte “Nie mehr CDU” lautstark über den gesamten Platz. Auf die Begrüßung folgten diverse Einzelpersonen, darunter befanden sich auch sehr viele spontane Redner. Mehrere YouTuber berichteten, wie sie von der Reform betroffen seien und was diese für das Internet bedeutet. Zudem wurde darauf hingewiesen, sich auch weiterhin direkt bei den Abgeordneten zu melden. Ebenfalls wurde sich bei vielen Personen bedankt, die sich gegen die Reform einsetzen. Darunter Politikerin Julia Reda der Piratenpartei und YouTube Rechtsanwalt Christian Solmecke.

Tausende Bots

Im Laufe des Abends füllte sich der Platz stark. Der stetige Zuwuchs hatte sich bemerkbar gemacht. Trotz der sehr kurzen Planung kamen in den verschiedenen Städten mehrere tausend Menschen zusammen um gemeinsam zu demonstrieren. Der Savetheinternet.info Twitteraccount verkündete am Abend eine Teilnehmerzahl von etwa 7,5 tausend Demonstranten.

Hier zeigt sich noch einmal, wie wichtig die europaweite Demonstration am 23. März ist. Hier wird mit einer sehr hohen Teilnehmerzahl gerechnet, die kurz vor der Abstimmung Ende März und kurz vor den Europa-Wahlen am 26. Mai noch einiges ändern kann. Daher rufen wir auf euch an der Debatte zu beteiligen und für eure Meinung einzustehen.

CDU knickt ein

Am Abend dann die erleichternde Nachricht. Die ursprünglich vermutete Vorverlegung wird nun doch nicht kommen, so berichtet HerrNewstime gefolgt von Jubel.
Damit findet die Abstimmung wie zunächst vorgesehen Ende März statt.

 

Dies wurde auch durch das ARD Fernsehmagazin “Bericht aus Berlin” bestätigt. Diese hatten sich mit Manfred Weber unterhalten, er ist der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament. Er war derjenige der mit seiner Partei die Vorverlegung beantragt hat.

 

Ein Gedanke zu „Demos gegen Artikel 13 am 5. März | Wir waren da

  • 6. März 2019 um 2:44
    Permalink

    Es waren auch noch Sep von PietSmiet, Toni Pirosa, Niacavon, Simon Will und Niel da. Btw heißt iBlali meanwhile Vik. Der Kanal iBlali wurde auf Eis gelegt.

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