Mögliches Gesetz zur Kennzeichnung von Werbung für Influencer

Fall Cathy Hummels

Mitte letzten Jahres berichteten wir vom Fall Cathy Hummels. Die Influencerin wurde vom Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) abgemahnt und erhielt später eine einstweilige Verfügung. Der VSW ist der Auffassun, dass das Anpreisen von kommerziellen Produkten auch Werbung ist, wenn keine Gegenleistung erfolgt. Vor dem Landgericht Berlin und Osnabrück wurde dieser Argumentation Recht gegeben, das Landgericht München wies diese jedoch letztendlich ab. Dies löste eine Debatte über die Notwendigkeit von Kennzeichnungen aus, gerade auch dann, wenn eigentlich kein Geld fliest. Dies führte dazu, dass viele Influencer fast alle ihre Posts als Werbung kennzeichneten, um einen solchen Prozess zu vermeiden.

 

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Eben nicht und genau deshalb habe ich keine Lust mehr und klage zurück! Ich sehe es nicht ein, meine Authentizität zu verlieren indem ich alles kennzeichne, obwohl ich dafür keine Werbung mache, sondern lediglich euch, meinen Followern Impressionen vermitteln mag. Ihr habt ja bestimmt festgestellt, dass ich schon lange nicht mehr tagge. Hier habt ihr den Grund. Es wird nämlich tatsächlich sofort angenommen, dass man dafür bezahlt wird. Auch wenn man ein Stück Schokolade isst und die Marke zu sehen ist … dann flattert schon die nächste Abmahnung ins Haus. Das kann nicht sein. Lieber Verband, nicht alles was glänzt ist Gold. Manchmal macht man Dinge auch aus freien Stücken um einfach anderen eine Freude zu machen. Ich hoffe das hört bald auf, weil dadurch verliert Instagram immer mehr an Gesicht und man kann nicht mehr frei über seine postings entscheiden. Wenn ich etwas gut finde, dann finde ich es gut, und eben genau dann möchte ich es teilen. Aber wie gesagt : wenn postings nicht gekennzeichnet sind, dann passiert das eben auch aus freien Stücken, weil eine so hohe Resonanz ( Nachfrage!!! ) da ist. Deshalb lasse ich mir das nicht mehr gefallen. Recht auf freie Meinungsäußerung, dafür kämpfe ich 😁

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Neues Gesetz

Nun erwägt laut Tagesschau das Ministerium ein Gesetz, dass eine klare Kennzeichnung vorschreiben soll, ab wann ein Beitrag als Werbung zählt. Cerd Billen, Staatssekretär im Justizministerium, erklärt gegenüber dem ZDF, dass das neue Gesetz Rechtssicherheit schaffen könne, “indem nicht alles und jedes schon aus Angst vor einer Abmahnung als Werbung gekennzeichnet wird.”

[1]https://www.tagesschau.de/wirtschaft/influencer-gesetz-101.html

Quellen   [ + ]

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